>>100 Jahre Jubiläum<<
Ing. Ewald RAMMEL Bundesvorsitzender
Es sind besondere Menschen, die in den Gründungsjahren der Arbeiterchöre meist gegen den politischen Widerstand des herrschenden Bürgertums Pionierarbeit leisteten. Sie eröffneten jedoch so den Arbeitern den Zugang zu Bildung und Kulturpflege. Es sind wiederum besondere Menschen die den Chor „Maienzeit Neuberg“ im Jahre 1908 gegründet und durch oftmals schwierige Zeiten bis in die Gegenwart führten.
Gemessen an den beeindruckend langen Wirkungszeiten der jeweiligen Funktionäre und Chorleiter wird die Stabilität und hohe Homogenität des Vereines deutlich. Der Österreichische Arbeitersängerbund als Dachorganisation aller Arbeiterchöre ist stolz auf seine Chöre, die für sich den Anspruch erheben nicht nur die Menschen zu unterhalten, sondern die auch in der Pflege wertvoller Chorliteratur einen wichtigen volksbildnerischen Auftrag übernommen haben.
Die Gemeinschaftspflege, das kulturelle Schaffen und das gemeinsame Erreichen von Zielen ist in unserer Gesellschaft im Allgemeinen, aber besonders innerhalb einer Gemeinde ein überaus wichtiger Bestandteil zum friedlichen Miteinander unterschiedlicher Bevölkerungsschichten und Generationen.
Ich danke den Funktionären, der Chorleiterin und allen Sängern der „Maienzeit“ Neuberg für ihren wertvollen kulturellen Beitrag im Rahmen des Österreichischen Arbeitersängerbundes. Möge die Zukunft dieses großartigen Chores geprägt sein von Optimismus, Zustrom von jungen Sängern, Freude am gemeinsamen Singen und Musizieren und von den verdienten Erfolgen bei seinen Veranstaltungen.


Erich DROSG Landesvorsitzender
Die schönste Form, seine Gefühle und seine Freude zum Ausdruck zu bringen, ist das Singen. Wenn Menschen sich zusammenfinden, um das gemeinsame im Chor zu tun und damit die Menschen zu erfreuen, so entspricht das ganz jenen Gedanken von Nietzsche, der da zu Recht meint: „Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum“.
So bewegt wie die Geschichte der vergangenen 100 Jahre, so wechselhaft und bewegt war das Vereinsgeschehen des „ASB Maienzeit“ Neuberg in dieser Zeit. Eng mit der steirischen Arbeitersängerbewegung verbunden, hat der Chor alle Wirrnisse zweier Weltkriege und politische Veränderungen überdauert. Nur die Liebe zum Gesang und die begeisterte Hingabe zur Musik bewirkte, dass sich der Klangkörper in dieser so schweren Zeit behaupten konnte.
Als Männerchor gegründet, ist er heute ein bekanntes und geschätztes Ensemble, das durch seine gesanglichen Darbietungen und sein sonstiges Wirken eine geachtete Stellung im örtlichen Gesellschaftsleben und darüber hinaus im musikalischen Leben der ganzen Region einnimmt.
Seine volksbildnerische und gesellschaftpolitische Arbeit wir von der Vereinsleitung und seinen Chormitgliedern sehr ernst genommen und ist richtungweisend. Dafür möchte ich dem „ASB Maienzeit“ Neuberg den herzlichsten Dank und die Anerkennung des Landesvorstandes des Österreichischen Arbeiter Sängerbundes aussprechen.
Zum 100 jährigen Bestandsjubiläum sowie für sein zukünftiges Wirken darf ich dem Chor recht viel Erfolg und alles Gute wünschen.
„Stimmt an das Lied….“ Und lasst es nie verklingen wünscht mit einem steirischen „Glück auf“ und „Sang frei“
Euer
Landesvorsitzender
Erich Drosg

Albert FELSER Bürgermeister
Die Marktgemeinde Neuberg an der Mürz blickt mit Stolz dem 100jährigen Jubiläum des traditionsreichen ASB Maienzeit entgegen. Ein solches Jubiläum gehört auch in entsprechender Weise gefeiert, was die Vereinsführung auch mit einem umfangreichen Programm geplant hat.
Wie in jedem Verein, so gab es auch in der Geschichte der Maienzeit ein Auf und Ab. Zwischen der Vereinsgründung im Jahr 1908 und dem Jahr 1934 waren die Sänger bereits äußerst erfolgreich tätig. Von diesem Jahr an bis 1945 war es dem Chor verboten, unter seinem Namen aufzutreten.
Viele werden wahrscheinlich nicht wissen, dass es damals neben dem Männerchor auch einen Frauen- und einen Gemischten Chor gab!
Nach dem 2. Weltkrieg – im Jahr 1947- übernahm bereits Martin Holzer die Chorleitung und hatte diese mit großem Erfolg bis 1989 inne.
Die Erfolge konnten mit Hanelor Zebrakovsky – die den Chor bis heute leitet, nahtlos fortgesetzt werden.
Mit viel Energie, Zeitaufwand und Idealismus haben es die Chormitglieder immer wieder geschafft, auf hohem Niveau zu musizieren und sind einer der wichtigen Kulturträger in unserer Gemeinde. So geleitet uns die Maienzeit durch das ganze Jahr und wirkt bei Taufen, Hochzeiten, Begräbnissen und sonstigen Feierlichkeiten mit. Eindrucksvolle Auftritte - auch im Ausland – haben diesen Chor weit über die Gemeinde- und Bezirksgrenzen hinaus bekannt gemacht.
Es ist mir ein besonderes Bedürfnis, all jenen zu danken, die durch enormes persönliches Engagement diese Erfolge ermöglicht haben !
Dem Arbeitersängerbund Maienzeit wünsche ich für die Zukunft jenen Erfolg, den sich die Vereinsführung vornimmt, verbinde aber diesen Wunsch auch mit der Hoffnung, dass sich auch die Jugend vermehrt für das gemeinsame Singen begeistert, damit der Bestand „unserer“ Maienzeit gesichert bleibt!
Mit einem herzlichen „Sang frei“
verbleibt
Bgm.Albert Felser

Martin VEITSCHEGGER Obmann
Als Obmann des Arbeitersängerbund „ Maienzeit „ Neuberg an der Mürz ist es für mich eine Ehre und große Freude , dass 100-jährige Bestandesjubiläum feiern zu dürfen.
Der Drang zwischenmenschlicher Kommunikation ist uns allen ein großes Bedürfnis. Waren es früher das „ gute alte Telefon“ , das Telegramm oder ein Brief die gebräuchlichste Art miteinander zu kommunizieren , ersetzen und erleichtern moderne Techniken wie SMS, MMS, e-Mail usw. unser tägliches Leben. Die schönste Art der Kommunikation stellt für mich jedoch nach wie vor der GESANG dar. Mit der höchsten Form des Gesanges , dem LIED, erfreuen wir unsere Mitmenschen , schlagen Brücken über alle Grenzen hinaus und schaffen Gemeinschaften.
In den 100 Jahren ihres Bestehens hat sich die „ Maienzeit „ zu einem solchen Brückenbauer und zu einer tragenden Säule im Kulturleben der Marktgemeinde Neuberg an der Mürz und darüber hinaus entwickelt.
Das Zusammengehörigkeitsgefühl und die Freundschaft zwischen den Sängern schaffen mühelos den Begriff des Bruders, des Sangesbruders hervor. Ohne solche Werte , geistige Einstellung und entsprechenden Idealismus würde ein Verein über so viele Jahre hinweg nicht bestehen können. Es ist traurig , das sich die heutige Jugend diesen Vorstellungen nicht oder nur mehr wenig anschließen kann.
Ich danke allen aktiven und unterstützenden Mitgliedern für Ihre Treue zum Verein, allen Funktionären für Ihre verantwortungsvolle
Tätigkeit die sie bereit waren zu übernehmen und wünsche dem Verein für die kommenden Jahre viel Erfolg und hoffe , dass sich auch in Zukunft Sänger finden werden, die Freude und Liebe zum Chorgesang mitbringen und somit zum Weiterbestehen des Vereines beitragen.
Ein herzliches Sang Frei
Martin Veitschegger
Obmann
